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Jahreshauptversammlung MSC Ortenburg mit Ehrungen

Der Vorsitzende Josef Harbeck begrüßte am 6. März im Hotel Zum Koch in Vorderhainberg 40 Vereinsmitglieder und Bürgermeister Stefan Lang zur Jahreshauptversammlung des MSC Ortenburg.

Nach der Eröffnung blickte Harbeck zunächst zurück auf das vergangene Vereinsjahr, wobei er  die zahlreichen Veranstaltungen des MSC wie zum Beispiel Vereinsmeisterschaften,  Ausflüge, Motorradweihe am Marktplatz und Feste in Erinnerung rief. Er bedankte sich besonders bei der Kartgruppe für deren Engagement und bei all denen, die durch ihre aktive Mithilfe zum Gelingen der zahlreichen Projekte maßgeblich beigetragen haben. Um die Zukunft des MSC zu sichern, wurde die Vorstandschaft bei den letzten Wahlen verjüngt. Der frische Schwung aus den Nachwuchsreihen ist auch schon in der zusammen mit Reiner Klee neu gestalteten Club-Homepage sichtbar. Auch im laufenden Jahr sind schon wieder viele Mitglieder mit aktiven Vorbereitungen beschäftigt, vor allem für die Motorradweihe am 1. Mai und auch für die im Juni anstehenden Veranstaltungen Motorradfrühjahrsausflug und Oldtimer-Rallye.

Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder referierte 2. Vorstand Michael Sollinger eingehender über die sportlichen Ereignisse des vergangenen Jahres. Er hob dabei besonders die momentan 18 aktiven Kart-Piloten hervor, die 2019 in der Wertung der Niederbayerischen ADAC-Kart-Slalom-Meisterschaft um die Platzierungen kämpften und sich hierbei während der Saison durch kontinuierliches Training alle in der Leistung steigerten. Beim Heimturnier konnte dieses Jahr mit dem Gesamtsieg in der Mannschaftswertung über 14 konkurrierende Vereine besonders gejubelt werden. 11 Fahrer qualifizierten sich für den Endlauf zur Niederbayrischen Meisterschaft.

Für die diesjährige Saison stellte er wieder packende Läufe in Aussicht. Es werden zwei neue Karts in Dienst gestellt, die unseren Piloten ermöglichen wieder mit neuester Technik zu trainieren.

Kassier Günter Bachmeier gab im Anschluss daran bekannt, dass das vergangene Jahr positiv für die Finanzen des Vereins verlaufen ist. Er listete alle Finanzbewegungen anschaulich auf und legte die Buchführung den beiden Kassenprüfern vor. Diese bestätigten die Richtigkeit, woraufhin die Vorstandschaft durch die Vereinsmitglieder entlastet wurde.

Für die Marktgemeinde Ortenburg überbrachte Bürgermeister Stefan Lang die besten Grüße. Er lobte die zahlreichen Aktivitäten des MSC, die dem Markt Ortenburg weit über die Gemeindegrenzen hinaus positive Webewirkung bescheren. Er blickte voraus auf die Motorradweihe am 1. Mai, die heuer wieder am historischen Marktplatz mit großem Rahmenprogramm stattfinden wird. Er wünschte dem MSC gutes Gelingen für alle anstehenden Projekte und stellte im Rahmen des Sportförderungsprogramms der Gemeinde eine Bezuschussung der anstehenden Investitionen in der Kartsparte in Aussicht. Auch für die Suche nach einem geeigneten Übungs- und Veranstaltungsplatz für die Kartler stellte er die Unterstützung der Gemeinde in Aussicht.

Anschließend gab Vorstand Sepp Harbeck einen detaillierten Ausblick auf die MSC-Veranstaltungen, die in diesem Jahr geplant sind. Der nächste Event wird am 21. März das alljährliche Starkbierfest mit musikalischer Unterhaltung im MSC-Vereinsheim sein, zu dem die gesamte Bevölkerung herzlich eingeladen ist.

Im Anschluss daran wurden zahlreiche Mitglieder geehrt:

Für 30-jährige Vereinsmitgliedschaft wurden Norbert Eizenhammer, Wolfgang Harbeck und Günther Bachmeier mit einer Urkunde geehrt.

Vom ADAC Südbayern wurden folgende MSCler besonders ausgezeichnet:

ADAC-Anstecknadel für 40 Jahre Mitgliedschaft: Georg Orthuber und Erwin Meyer

ADAC-Nadel für besondere Verdienste: Stefan Hassmann und Alois Sollinger

Silberne Ehrennadel des ADAC: Martina Schönberger

Goldene Ehrennadel des ADAC: Wolfgang Harbeck

Abschließend bedankte sich der Vorsitzende für die Aufmerksamkeit und forderte alle Vereinsmitglieder zur aktiven Teilnahme am Vereinsleben auf. An die jüngere Generation appellierte er, dass sie die Vorstandschaft weiterhin aktiv verstärken und die Zukunft des MSC Ortenburg sichern.

Clubmeisterschaft im Slalom Ski-Alpin am Katschberg

MSC Ortenburg kürt Vereinssieger 2020

Vom 17. bis 19. Januar fuhr der MSC Ortenburg mit 27 Teilnehmern zum 31. Mal zum Gasthof Gfrererstadl nach Unternberg, um das jährlich stattfindende Skiwochenende am nahe gelegenen Katschberg zu genießen.

Bei strahlendem Sonnenschein konnte sich am Freitag jeder nach eigenem Gusto für den bevorstehenden Wettbewerb vorbereiten und sich auf  sehr gut präparierten Pisten austoben.

Am Abend wurden dann in gemütlicher Runde die Zweier-Paarungen für die Teamwertung  ausgelost und in zwangloser Atmosphäre fand der Tag bei heiteren Gesprächen seinen Ausklang.

Am Samstag trübte das Wetter ein und es begann leicht zu schneien, so dass sich die einen dazu entschieden, den Skitag erst später zu beginnen, die anderen standen pünktlich um 9 Uhr auf der Piste. Um 3 Uhr nachmittags traf man sich schließlich am Start der Slalomstrecke und jeder Teilnehmer absolvierte einen Lauf durch den ausgesteckten Kurs.

Leider war in diesem Jahr das Starterfeld aufgrund von Verletzungen, Terminkollisionen und Erkrankungen etwas dezimiert.

Um bei dem bunt durchmischten Teilnehmerfeld Chancengleichheit zu gewährleisten, wurden die Rennläufer in die Gruppen Damen, Herren bis 40 Jahre und Herren über 40 Jahre unterteilt. Die Teamwertung machten sich die am Tag zuvor zusammen gelosten Zweier-Mannschaften untereinander aus.

Nachdem sich an der Ski-Rennstrecke alle gegenseitig angefeuert hatten und jeder verbissen um Zehntelsekunden gekämpft hatte, konnte Vorstand Sepp Harbeck am späten Samstagnachmittag in der direkt an der Piste gelegenen Schlöglberger Hütte folgenden Siegern gratulieren und ihnen ihre Medaillen überreichen:

 

Valentina Pindel (Damenwertung)

Sebastian Pfeiffer (Herren unter 40 und Gesamtsieger)

Franz Gerstl (Herren über 40)

Valentina Pindel und Sebastian Pfeiffer (Sieger Teamwertung)

 

Sebastian Pfeiffer bekam als Gesamtsieger den Wanderpokal. Da er diesen zum dritten Mal erringen konnte, darf er die Trophäe traditionell für immer behalten.

Nach der Siegerehrung wurde dann am Abend auf der Eisbahn beim Gfrerer Wirt unter Flutlicht ein Stockschießen ausgetragen. Nachdem sich hier die beiden bunt zusammen gewürfelten Teams ein Kopf an Kopf Rennen lieferten, konnten sich schließlich die Mannschaft mit dem höheren Altersdurchschnitt durchsetzen. Anschließend wurde in der Gfrerer-Wirtsstube  bis in die Morgenstunden ausgelassen gefeiert.

Nachdem dann am Sonntag die meisten ausgeschlafen hatten, wurde nach dem späten Frühstück schließlich die Heimreise angetreten.

Spendenüberreichung an BR-Sternstunden

MSC Ortenburg übergab Spende an BR-Moderator Martin Gruber

Spende Sternstunden 2019

Am 10. Dezember konnte der Vorstand des MSC Ortenburg, Josef Harbeck, im Passauer Tonstudio des Bayerischen Rundfunks eine Spende in Höhe von 500 Euro an BR-Moderator Martin Gruber übergeben. Der MSC Ortenburg freut sich, dass er damit die Benefiz-Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks unterstützen kann. Der Förderverein Sternstunden e. V. hilft mit seinen Projekten kranken, behinderten und Not leidenden Kindern in Bayern, Deutschland und weltweit.

Steirisch-Bayerische Freundschaft

MSC Ortenburg wieder auf kulinarischer Besichtigungsreise durch die Steiermark

Von 11. bis 13. Oktober waren wieder 46 Mitglieder des MSC Ortenburg mit dem Bus unterwegs, um im Rahmen der seit über zwei Jahrzehnten bestehenden Steirisch-Bayerischen Freundschaft einer erneuten Einladung in die Steiermark zu folgen. Die Vorfreude auf ein Wiedersehen war groß und das bereits Monate zuvor ausgearbeitete Reiseprogramm durch den steirischen Motorradfreund und Reiseleiter, Albert Koch, machte alle neugierig auf die bevorstehenden Highlights.

Am Freitagmorgen ging es von Ortenburg aus über die Pyhrn-Autobahn in das südlich von Graz gelegene Unterpremstätten, wo der Treffpunkt mit den österreichischen Kameraden vereinbart war. Nach Quartierbezug und Mittagessen beim hiesigen Urdlwirt ging die Fahrt weiter nach Mooskirchen, wo eine Feindestillerie besichtigt werden konnte. Nach einem ausgiebigen Rundgang durch den tollen Betrieb konnten hier auch verschiedene Edelbrände und Liköre verkostet werden. Anschließend wurde nach Voitsberg gefahren, wo der Tag bei steirischem Kistenfleisch und musikalischer Unterhaltung seinen Ausklang fand, bevor es spät abends zurück zum Urdlwirt ging. Besagtes Kistenfleisch ist eine lokale Spezialität, die alle unheimlich lecker fanden. Es wird hierbei ein fein gewürzter Schweinebraten mit seinen Zutaten in einer Kiste bei Oberhitze durch ein Holzfeuer stundenlang im eigenen Saft geschmort.

Am Samstagmorgen ging es per Bustransfer ins benachbarte Slowenien, wo das Schloss Negova besichtigt wurde. Bei einer Führung durch das sehenswerte, teilrestaurierte Anwesen erfuhr man interessante Geschichten aus der Vergangenheit der Burganlage. Nach einem Mittagessen im slowenischen Jeruzalem ging die Fahrt zurück in die Weststeiermark, wo in Schilcherberg in einem Weingut bei Jause und Weinverkostung gemütliches Beisammensein angesagt war. Nach der nächtlichen Rückfahrt ins Hotel nahm der ein oder andere vor dem Bettgehen noch einen „Absacker“ an der Bar.

Nach dem Frühstück am Sonntag checkten alle im Hotel aus und fuhren mit dem Bus nach Graz, wo nach einem Spaziergang durch die Innenstadt das Landeszeughaus besichtigt wurde. Hierin sind in vier Etagen tausende Ausrüstungsgegenstände von Soldaten aus dem 16. und 17. Jahrhundert ausgestellt und vermittelten einen anschaulichen Eindruck davon, welche Strapazen die Soldaten aus der Zeit beim Tragen der Rüstung und beim Umgang mit den primitiven Waffen ertragen mussten.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen zum Ausklang war es dann an der Zeit sich von den Steirischen Freunden wieder zu verabschieden und die Heimfahrt anzutreten.

Dank der hervorragenden Planung durch die Gastgeber, was bei fast 50 Teilnehmern nicht einfach zu bewerkstelligen ist, und dem Land Steiermark, das immer wieder neue Sehenswürdigkeiten und kulinarische Superlative zu bieten hat, war diese Reise für alle Teilnehmer wieder ein unvergessliches Erlebnis.

Motorradtour ins Kaunertal bei strahlendem Sonnenschein

MSC Ortenburg unternahm viertägigen Clubausflug mit 9 Teilnehmern

Am 19. August um 8:00 Uhr startete die Gruppe mit 7 Motorrädern bei kühlen 3°C in ein herrliches Herbstwochenende. Die Anfahrt ins österreichische Kaunertal führte über Mühldorf am Inn und Bad Tölz durch die Jachenau, am Walchensee entlang nach Walgau, wo zum Mittagessen eingekehrt wurde. Weiter ging die Fahrt über Mittenwald nach Österreich durch das Langlaufzentrum von Leutasch nach Telfs. Am Inn entlang fuhr man dann nach Prutz im Kaunertal, wo der Ausgangspunkt für die kommenden Tage sein sollte. Weil am Nachmittag noch Zeit war, fuhr man noch die mautpflichtige kaunertaler Gletscherstraße bis auf 2750 Meter über Meeresspiegel bis an die Gletscherkante hoch. Zurück in Prutz wurde das Quartier bezogen und der Tag konnte bei einem Wellness-Programm und gemütlichen Beisammensein am Abend ausklingen.

Am Freitag starteten die Motorradfreunde eine Tagestour in die benachbarte Schweiz. Gefahren wurde über den Reschenpass, am Reschensee entlang ins schweizerische Zernez. Anschließend ging es über den Flüelapass nach Davos und über den Julierpass und Sankt Moritz zurück nach Susch und über Nauders wieder ins Kaunertal.

Am Samstag wählte man eine Tour über das Hantenjoch durch das wunderschön kurvige Namlos-Tal ins bayerische Allgäu. Da der Riedbergpass jedoch wegen eines Almabtriebs gesperrt war, musste man hier umdrehen und über Oberstaufen und Mellau fahren, um über den Arlbergpass wieder zurück zum Quartier zu gelangen.

Am Sonntagmorgen wurde dann bei leichtem Regen die Heimreise über den Fernpass zurück nach Deutschland angetreten. Schnell trocknete aber die Fahrbahn wieder ab, so dass auch die Heimreise bei angenehmen trockenen Witterungsverhältnissen unter die Räder genommen werden konnte. In Rott am Inn kehrte man ein letztes Mal zum Mittagessen ein und fuhr anschließend nach Hause. Nach gut 1400 gefahrenen Kilometern kamen am Sonntagabend wieder alle unfallfrei in der Heimat an.

Dank der wieder hervorragenden Planung des MSC-Tourenleiters und des traumhaften Wetters wird der Ausflug allen Teilnehmern in schöner Erinnerung bleiben.

6. Vorlauf zur Niederbayerischen ADAC-Kart-Slalom-Meisterschaft

Ausrichter MSC Ortenburg dominiert das Feld

138 Teilnehmern aus 14 Vereinsmannschaften umfasste das Starterfeld am 14. Juni in Dorfbach auf dem Gelände der Firma Micro Epsilon. Bei wechselhafter Witterung wurde um wertvolle Punkte in der Niederbayerischen ADAC-Kart-Slalom-Meisterschaft gekämpft. Die Gruppe der Erwachsenen lieferte sich am Schluss der Veranstaltung ein spektakuläres Regenrennen.

Mit zwei Erstplatzierten, drei zweiten Plätzen und einem dritten Platz in den Einzelbewerben konnten sich die Akteure des MSC Ortenburg schließlich Platz 1 in der Gesamtwertung sichern und somit eines der besten Ergebnisse überhaupt einfahren.

Die etwa 200 Zuschauer verfolgten bei den wechselnden Fahrbahnbedingungen äußerst spannende Kämpfe um die Plätze.

Gestartet wurde in 6 Altersklassen, wobei in Klasse 1 die jüngsten Fahrer mit 8 und 9 Jahren antraten. Sebastian Weinmar vom MSC Ortenburg war hier der schnellste, gefolgt von seinem Teamkollegen Leeroy Wagner. Mathias Weidinger komplettierte aus Ortenburger Sicht mit seinem vierten Platz das hervorragende Ergebnis in dieser Klasse.

In Klasse 2 dominierte Jonas Ostermeier vom MSC Plattling. Nico Frey aus Ortenburg konnte den 3. Rang für sich verbuchen.

In der 3. Wertungsklasse der 10 und 11 jährigen triumphierte Pascal Bebnik vom MSC Johanneskirchen auf Platz 1. Bester Ortenburger wurde hier Jonas Rauer auf Rang 11.

Fabian Voggenreiter vom Lokalmatador MSC Ortenburg konnte die Klasse 4 der 14 bis 15 jährigen für sich entscheiden und damit seiner Mannschaft entscheidend den Rücken stärken.

Die Wertung der Klasse 5 bei den 16 bis 18 jährigen entschied Ramon Türk vom AC Regensburg für sich. Julian Stößl konnte hier durch seinen 2. Platz weitere wertvolle Punkte für den MSC Ortenburg einfahren.

In Klasse 6 der Altersgruppe der 19 bis 21 jährigen siegte Jonas Rabebsberger vom KC Eggenfelden. Ein Ortenburger war in dieser Gruppe nicht vertreten.

Die Gruppe der Erwachsenen, in der die Trainer und Betreuer gegeneinander antreten,  entschied Melanie Heller vom MSC Straubing für sich. Den zweiten Platz sicherte sich hier bei strömendem Regen Sebastian Fraunhofer vom MSC Ortenburg.

In der Mannschaftswertung konnte sich somit der MSC Ortenburg als bestes Team der Veranstaltung eintragen.

Motorradtraum Sardinien und Korsika

MSC Ortenburg unternahm zehntägige Motorradtour zu den Mittelmeerinseln

Bei optimalen Wetterbedingungen starteten die Motorradfreunde vom MSC Ortenburg am 24. Mai um 7:30 Uhr morgens in Ortenburg. In zwei Motorradgruppen mit insgesamt 14 Teilnehmern ging es in zwei Tagestouren mit Zwischenübernachtung im italienischen Belluno zum Fährhafen Livorno. Hier gesellten sich noch 6 weitere MSC-Biker hinzu, die mit PKWs und Anhängern ihre Motorräder zum Hafen transportierten. Als alle ihre Bikes eingeschifft hatten, ging es mit der Nachtfähre übers Mittelmeer nach Golfo Aranci, wo die „MS Sardinia Regina“ am nächsten morgen fest machte. Leider herrschte jedoch an diesem Sonntag  ganztägig Regenwetter auf Sardinien, sodass nach dem Frühstück an Bord die geplante Tour entlang der wunderschönen Costa Smeralda im Nordosten von Sardinien dem Wetter zum Opfer fiel. Stattdessen entschloss man sich auf direktem Weg zum ersten Hotel im weiter südlich gelegenen Arbatax zu fahren.

Am Montagmorgen fuhr man hier wieder bei Regen los, jedoch besserte sich im laufe des Vormittags das Wetter, so dass die geplante Tour quer durch die Insel nach Nordwesten bei überwiegend trockener Fahrbahn unter die Räder genommen werden konnte. Auf den kurvenreichen Straßen, die mit griffigem Asphalt überzogen sind, kam sogleich jeder auf seine Kosten und konnte diese Traumstraßen für Motorräder genießen. Am Abend wurde nach einem erfüllten Motorradtag in Alghero für eine Nacht eingecheckt.

Nach dem Frühstück ging es am nächsten Morgen nochmals 150 Kilometer auf sardischen Straßen nach Norden zum Hafen von Santa Teresa, wo auf die Fähre nach Korsika verladen wurde. Nach dem Auslaufen zeigte sich alsbald, dass die Biker mit etwa 3 Meter hohen Wellen raue See für die einstündige Überfahrt erwartete. Die Tatsache, dass man sich auf dem Schiff nur noch bewegen konnte, wenn man sich von einem Haltegriff zum nächsten hangelte, rief bei einigen Unwohlsein hervor, bei anderen hingegen eine geradezu kindliche Freude, weil man sich kaum auf den Füßen halten konnte. Nach dem Wellenritt lief die „MS Ichnusa“ schließlich in den korsischen Hafen von Bonifacio ein, wo man alsgleich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Auf den folgenden 200 Kilometern zum nordwestlich gelegenen Porto zeigte sich sehr rasch, dass auch Korsika ein Motorradparadies ist und man sich hier genauso schön wie auf Sardinien von Kurve zu Kurve schwingen kann. Am Abend in Porto angekommen bezog man für die nächsten drei Nächte Quartier und freute sich über die herrliche Lage des Hotels direkt am Bootshafen in der Meeresbucht mit schroff empor stehenden Felsen auf der gegenüber liegenden Seite der Anlage.

Von hier aus erfreute man sich tagsüber an geplanten Rundtouren und konnte sich an den Abenden in geselliger Runde austauschen und örtliche Spezialitäten genießen.

Am Freitagmorgen wurde dann nach dem Frühstück ausgecheckt und die Motorradfreunde verabschiedeten sich von Korsika in einer wunderschönen Tagestour durch den Norden der Insel. An der Meeresküste entlang fuhr man über den „Landfinger“ zum nördlichsten Punkt der Insel, bis schließlich abends der Hafen von Bastia erreicht wurde. Hier verlud man abermals auf die „MS Sardinia Regina“, um mit ihr über Nacht ins westlich von Genua gelegene Savona überzusetzen.

Am Samstagmorgen auf dem Festland angekommen trennten sich die Biker in verschiedene Gruppen auf, um die Heimreise anzutreten. Eine Gruppe fuhr zu den abgestellten PKWs mit Anhängern, um die Rückreise mit verladenen Motorrädern im Auto anzutreten, eine andere entschloss sich die Heimfahrt an einem Tag mit den Motorrädern anzutreten und eine dritte Gruppe fuhr auf Nebenstrecken über Piacenza und Brescia bis nach Bozen, um hier nochmals zu übernachten und am Sonntag den Rest der Strecke über das Penser Joch und die Brenner Bundesstraße nach Hause anzutreten.

Rückblickend war diese Reise für alle ein wunderschönes Erlebnis mit bleibenden Erinnerungen an zahlreiche kurvige Strecken, beeindruckende schroffe Felsformationen auf Korsika und azurblaue Meeresbuchten entlang der Küste.

Bis auf eine Panne, die am darauf folgenden Tag in einer sardischen Werkstatt behoben werden konnte, wurden die 3300 Kilometer von allen unfallfrei bewältigt und auch das Reifenmaterial hat bei allen bis zum Schluss durchgehalten.

31. Motorradweihe des MSC Ortenburg

Bestes Bikerwetter und hoher Besuch der sich in das Golden Buch des Marktes eintrug

Am 1. Mai ist die Fahrt nach Ortenburg für viele Motorradfahrerinnen und -fahrer Pflicht. Hier trifft man sich am Marktplatz zur alljährlichen Motorradweihe des MSC Ortenburg. Und so folgten auch dieses Jahr tausende Besucher dem legendären Ruf dieser Weihe, um sich mit Freunden zu treffen, gut unterhalten zu lassen und sich den Segen für Saison zu holen. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Franz Meyer fand die Veranstaltung bei bestem Wetter statt. Die zahlreichen Gäste, die Verantwortlichen des MSC Ortenburg um Vorstand Sepp Harbeck und Bürgermeister Stefan Lang freuten sich diesmal besonders über hohen Besuch. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kam persönlich in einem Oldtimer (MG GT Coupe Bj. 1970) vorbei, um sich ein Bild von der Veranstaltung zu machen, mit vielen Bikern zu reden, die Siegerehrung der Oldtimerprämierung vorzunehmen und sich ins Goldene Buch der Marktgemeinde einzutragen. Man merkte ihm das Interesse und die Freude an der Veranstaltung an, indem er viele aktuelle Themen seines Ressorts zum Thema Verkehrssicherheit und Unfallverhütung ansprach.
Die jungen Tänzerinnen und Tänzer von „Rockabilly 4 you“ und die Band Friserski Salon aus Nürnberg sorgten für beste musikalische Unterhaltung.
Sehr interessant und lehrreich waren auch die Vorführungen und Veranstaltungen der Verkehrswachten Passau, Freyung und Kelheim, DEKRA, ADAC und des BRK. Diese führten in Unfallsimulationen anschaulich vor, wie man unter anderem eine Helmabnahme bei einem verunglückten Motorradfahrer vornehmen sollte um dem Verletzten bestmöglich helfen zu können.
Dem Aufruf zur Oldtimerprämierung waren in diesem Jahr so viele Oldie-Besitzer mit ihren tollen Maschinen gefolgt, dass es für die Jury richtig schwer war die Sieger zu küren. So bekamen letztlich fünf Fahrer gleiche Preise für ihre tollen Fahrzeuge, wobei man sich auf einen ersten Sieger einigte: Martin Hörleinsberger aus dem österreichischen Kollerschlag, der mit seiner Husquarna Modell 180 aus dem Jahr 1927 mit 2-Zylinder-V-Motor, 16 PS und 550 Kubikzentimeter anreiste. Ihm übergab Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer seine Auszeichnung persönlich.
Preise bekamen außerdem Karl Schafhauser mit seiner Indian Scout-Militärmaschine aus dem Jahr 1943, die den erstaunlichen Weg aus den USA über Russland letztlich zu Karl nach Schmidham nahm, Heinz Nothaft mit seiner BMW R47, ebenfalls Baujahr 1927, Georg Fruhmann mit seiner BMW R63 von 1929 und Fritz Gehrke mit seiner Militär-Zündapp KS 600 aus dem Jahr 1939.
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der sich schon als Abgeordneter und Staatssekretär ins Goldene Buch von Ortenburg eingetragen hatte, tat dies nun erneut mit sichtlicher Freude als Minister unter den Augen von Bürgermeister Stefan Lang, seinen Stellvertretern Ludwig Nothaft und Heinrich Stocker, stellvertretendem Landrat Raimund Kneidinger und MSC-Vorstand Sepp Harbeck. Damit er in Berlin manchen Ärger besser ertrage, gab im Bürgermeister Lang einen in Ortenburg gebrannten Most-Gin der Familie Harbeck mit.
In seinem Grußwort dankte der Minister den Organisatoren der Veranstaltung und verwies auf die 15-jährige stetig positive Entwicklung in der Verkehrsunfallstatistik. Jedoch sei bei 583 toten Motorradfahrern im letzten Jahr jeder einzelne einer zu viel.
Die Investitionen gerade für Verkehrssicherheit befänden sich derzeit dankenswerterweise auf Rekordniveau, sei es in Abbiegeassistenten für Lkw’s, abgerundete Schutzplanken, Styroporschutz und vielem mehr.
Landrat Franz Meyer drückte dem MSC seinen Respekt aus und dankte für die große Ehre, die Schirmherrschaft zum wiederholten Male übernehmen zu dürfen. Er wisse, dass gerade Motorradfahrer im Straßenverkehr besonders gefährdet seien und appellierte an das Verantwortungsbewusstsein aller Verkehrsteilnehmer durch vorausschauendes Fahren Unfälle zu vermeiden. Besonders freue ihn auch der Schulterschluss mit einem guten Zweck, der in der Motorradweihe ebenfalls lange Tradition habe. So werde heuer wieder die Aktion „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks unterstützt.
ADAC-Vorstandsrat Wolfgang Garstorfer empfahl jedem Fahrer zum Frühlings-Warm-Up ein Verkehrssicherheitstraining um sein Können regelmäßig aufzufrischen.
Gerne stelle man den historischen Marktplatz für diese hervorragende Veranstaltung zur Verfügung grüßte Bürgermeister Stefan Lang und versprach auch weiterhin jegliche Unterstützung.
Zahlreiche Firmen fördern diese Veranstaltung und so konnte Vorstand Sepp Harbeck Dutzende von Firmennamen in seinem Dankeswort aufzählen. Dies allein zeigt schon die hohe Verbundenheit regionaler Firmen mit dem jährlich stattfindenden Event.
Nach einem ökumenischen Gottesdienst, den der evangelische Pfarrer Johannes Hofer zusammen mit dem katholischen Pastoralreferenten Stefan Winter zelebrierte, segneten beide mit Weihwasser den kilometerlangen Korso, der sich angeführt von Sepp Harbeck und Verkehrsminister Andreas Scheuer durch das Ortenburger Umland schlängelte.